Die Neurobiologie erklärt uns unsere Gefühle,woher sie kommen und wohin sie gehen, warum unser Denken manchmal blockiert ist und ob unser Langzeitgedächntnis nun gut funktioniert oder nicht. Frustierten Teenager-Eltern kann sie auch erklären, warum ihr Sohn oder ihre Tochter morgens so schlecht aus dem Bett kommt. Melanthonin, das für das Einschlafen zuständige Hormon, wird bei Jugendlichen in der Pubertät im Schnitt zwei Stunden später ausgeschüttet als bei Erwachsenen. Ach so, dachte ich mir während des Vortrages gestern, deshalb gehen die gar so gerne spät ins Bett und kommen manchmal unendlich schwer aus den Federn.
Gut zu wissen. Dann ist das ja gar keine verwerfliche Absicht oder ein unbelehrbares Muster, sondern ein Ergebnis von Mutter Natur. Und dann kann man sich vielleicht auch besser darauf einstellen.
Theoretisch könnte der Unterricht an den Schulen demnach später anfangen. Schöne neue Welt…!
Karinamo