Was um Himmels willen ist ein „Scanner“, mal abgesehen von einem Dateneinlese-Gerät? Hilft dieser neue Begriffe aus der Karrierberatung, geprägt von der US-Amerikanerin Barbara Sher, inhaltlich tatsächlich weiter oder ist er einfach ein schickes Labelchen?
So ähnliche Fragen hatte ich im Kopf, bevor ich in diesem Monat an einem Erlebnisabend mit Barbara Sher teilnahm. … und bevor ich die Erleichterung wahrnehmen konnte, mit der die meisten Leute im Publikum ihre Botschaft und ihre Erklärungen aufnahmen.
Tatsächlich wirkten wohl schon die Eingangs-Fragen an das Publikum irgendwie erleichternd? So fragte Barbara Sher, wer unter den Anwesenden zu den Leuten gehöre, die viele angefangene, aber nicht zu Ende gelesene Bücher zu Hause rumliegen hätte. Und erklärte sogleich, dass diese offensichtliche Nicht-Konsequenz kein Problem sei, sondern dem Wesen der Leute entspreche: dem Wesen eines Scanners!
Gemeint sind Leute, die viele Interessen und auch viel Talente in sich vereinigen, und sich schwer damit tun, sich für eine ganz bestimmte Richtung im Leben, für den einen Beruf zu entscheiden, weil sie sich so viele Wege vorstellen können. Nach Erfahrung von Barbara Sher laufen Scanner oftmals das halbe Leben mit schlechtem Gewissen herum, weil sie sich an den Leuten messen, die ein Hobby oder einen Beruf jahrzehntelang ausüben.
Diesen Menschen gibt die Amerikanerin nicht nur einen Namen, sondern praktische Hilfestellung, wie sie ein Lebensmodell und einen Beruf finden können, der zu ihnen passt. Die Tipps und Tricks sind dabei in unterschiedliche Rubriken geordnet, denn Barbara Sher hat neun unterschiedliche Typen von Scannern ausgemacht.
Vergnüglich nachzulesen ist all das in dem neuen Buch „Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast“, erschienen im Deutschen Taschenbuch Verlag.
Barbara Sher live zu erleben ist allerdings das i-Tüpfelchen, geistreiche Unterhaltung und herzhaftes Lachen pur!
Karinamo